Tag Archive: Dokumentgestaltung


Am Ende deiner Projektarbeit wird eine Projektmappe bei den Prüfern abgegeben. In der Projektmappe ist die gesamte Dokumentation deiner Projektarbeit enthalten: Sowohl die ersten Notizzettel aus deiner Planungsphase, als auch die fertige Projektarbeit als Bild oder Printprodukt. Möchtest du etwas besonderes aus deiner Mappe machen, bietet sich z. B. die Möglichkeit an, die Mappe selbst zu binden.

Was du dafür brauchst:
  • Bindegerät zum Stanzen und Binden
  • Binderücken
  • Transparentfolie
  • Fotokarton
  • deine Projektunterlagen

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Abb.: Ein Bindegerät zum Stanzen und Binden für Plastikbinderücken

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Abb. v. l.: Transparentfolie, Fotokarton, Plastikbinderücken

Im Folgenden erkläre ich die Arbeitsschritte beim Binden einer Mappe mit Plastikbinderücken

1. Alle benötigten Materialien bereitlegen

Zum Schutz des Deckblattes wird eine Transparentfolie verwendet und direkt davor eingeheftet. Um der Mappe mehr Stabilität zu verleihen, verwendet man als letzte Seite ein stärkeres Blatt, z. B. einen Fotokarton mit 300 g/m².

Tipp: Die Farbe der letzten Seite kann so gewählt werden, dass sie zur allgemeinen Farbwahl der ganzen Projektmappe passt.Bindegeräte gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Bitte vor der Bestellung bzw. Verwendung die Gerätebeschreibungen beachten.

Bei der Verwendung von Plastikbinderücken ist auf die richtige Größe zu achten. Die optimale Anzahl der Blätter ist auf den Binderücken bzw. auf der Verpackung zu finden.

Tipp: Stimmt die empfohlenen Anzahl der Blätter nicht mit der Größe überein, lieber einen größeren Binderücken nehmen. Das erleichtert einem später das Einlegen der Blätter.

2. Alle Mappeninhalte stanzen (maximale Anzahl der Blätter beachten, die die Maschine gleichzeitig stanzen kann!)

Alle Unterlagen, die abgeheftet werden sollen, müssen die gleichen Stanzlöcher aufweisen. Deshalb ist beim Einlegen der Blätter darauf zu achten, dass sie exakt an den Hilfsanschlägen liegen und nicht verschoben sind. Die Transparentfolie und der Fotokarton werden einzeln gestanzt.

Tipp: Das Stanzen vorher an einem beliebigen Blatt Papier ausprobieren und überprüfen.

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Abb.: Einlegen eines Blattes in die Stanzvorrichtung

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Abb.: Exakten Blattanschlag vor dem Stanzen beachten

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Abb.: Stanzen des Blattes nach Gerätebeschreibung

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Abb.: Überprüfung der gestanzten Löcher

3. Den Binderücken öffnen

Der Binderücken muss so eingelegt werden, dass die Öffnung später oben ist. Nur so können anschließend auch die gestanzten Blätter eingelegt werden.

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Abb.: Binderücken wurde in die Bindevorrichtung eingelegt
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Abb.: Binderücken nach Gerätebeschreibung öffnen

4. Alle gestanzten Blätter einlegen

Nun müssen alle Unterlagen in der richtigen Reihenfolge in den geöffneten Binderücken eingelegt werden.

Tipp: Ich setze die Blätter zuerst senkrecht zum Binderücken an und kippe dann alle Blätter langsam über die Ringe. So kann ich leichter kontrollieren, ob auch kein gestanztes Loch ausgelassen wird. Manchmal hilft es auch den Binderücken ein kleines bisschen zu schließen, damit kein Blatt mehr verrutscht.

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Abb.: Ein eingelegtes Blatt im Binderücken

5. Den Binderücken schließen

Wenn alle Unterlagen in der richtigen Reihenfolge und ohne ein Loch auszulassen abgeheftet sind, kann der Binderücken geschlossen werden und die Mappe nach oben weg genommen werden.

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Abb.: Entnahme der Mappe nach Schließung des Binderückens

Fertig ist die selbstgebundene Projektmappe!

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Bitte immer Hinweise in der Bedienungsanleitung der Bindegeräte beachten!

Muss eine Präsentation gehalten werden, greifen viele auf PowerPoint zurück. Es geht aber auch anders!

Auf der Website http://prezi.com/ wird Nutzern nach einer kostenlosen Registrierung eine Möglichkeit angeboten, online Präsentationen zu gestalten. Diese Präsentationen können vielfältig gestaltet, von mehreren Nutzern gleichzeitig bearbeitet und/oder als Datei heruntergeladen werden.

Anders als bei PowerPoint wird bei Prezi nicht mit einzelnen Folien gearbeitet, sondern auf einer sehr großen Ebene, in die man nach Belieben hinein- oder hinauszoomen kann. Die Inhalte werden an beliebiger Stelle – meist in der näheren Umgebung zueinander – platziert und später über selbst festgelegte Pfade in eine bestimmte Reihenfolge gebracht.

Vorteile von Prezi:

  • Kostenlose Registrierung möglich (Alle Präsentationen sind dann öffentlich!)
  • Kostenlose Registrierung von Lehrern, Studenten und Schülern möglich, die eine offizielle E-Mailadresse ihrer Einrichtung besitzen (Präsentationen können auch als „privat“ gespeichert werden)
  • Intuitive Bedienung
  • Umfangreiche Tutorials
  • Einfügen von Text, Bildern, Videos und sogar ganzen PowerPoint-Folien möglich
  • Während der Präsentation können die einzelnen Inhalte interaktiv angesteuert werden oder weiter in der vorgegebenen Reihenfolge ablaufen
  • Es gibt inzwischen sogar Desktop-Versionen von Prezi, ein Internetanschluss ist damit nicht immer zwingend erforderlich

Nachteile von Prezi:

  • Eine Registrierung ist erforderlich
  • Bei einer kostenlosen Registrierung sind alle Präsentationen für die Öffentlichkeit sichtbar

Prezi wurde im Laufe der Zeit immer wieder verbessert und erweitert. Einen Blick auf Prezi zu werfen lohnt sich auf jeden Fall.


Weitere Alternativen zu PowerPoint und Prezi

 

Eine beliebte Form für ein Printprodukt ist der sog. Flyer. Ihn gibt es in verschiedenen Ausführungen (siehe auch: Wikipedia – Falzarten)

Hier werden drei Word-Dateien im Format „.docx“ angeboten, die ein Tabellengrundgerüst für die Vorder- und Rückseite beinhalten.

Für mehrmaligen Einsatz bietet es sich an, die Word-Datei als Word-Vorlage abzuspeichern.

Download:

Beachte: Werden die Maße der Tabelle verändert, stimmen die Faltlinien nicht mehr und müssen neu angepasst werden!

Warum Microsoft Word?

MS Word ist weit verbreitet. Es können auf Vorkenntnisse aufgebaut werden, anstatt sich in ein neues Programm einzuarbeiten. Word bietet zudem umfangreiche Funktionen an, die vollkommen ausreichen für die Gestaltung einer „professionellen“ Broschüre.

Wer dann doch lieber auf typische Layoutprogramme zurückgreifen will, sollte z. B. Adobe InDesign oder QuarkXPress erwerben.

Übrigens: In der installierten Drucker-Software wird auch oft der Broschüren-Druck angeboten! In diesem Fall können die Inhalte einfach nacheinander auf die Word-Seiten eingefügt werden und vor dem Drucken das entsprechende Profil für den Broschüren-Druck ausgewählt werden. Für alle, die nicht auf diese Software zurück greifen können, kommt nun folgende Beschreibung:

Ein Scribble als Planungsgrundlage verwenden

Eine gute Planung ist das A und O für Gestaltungsaufgaben.

Welches Format soll die Broschüre haben?
Welche Inhalte sollen in die Broschüre?
Wie viele Seiten werden benötigt? (Die Gesamtzahl muss durch 4 teilbar sein!)

Hat man sich z. B. für eine A5-Broschüre (DIN A4 einmal gefaltet) entschieden und die Inhalte auf die Seiten aufgeteilt, kann mit dem Scribble begonnen werden.

Ein Scribble – also ein grober Entwurf zur Ideenfindung – wird meist mit leeren weißen Blättern und einem Stift durchgeführt. Die Blätter werden so gefaltet und angeordnet, wie die Broschüre später aussehen soll. Zuerst sollten die einzelnen Seiten nummeriert und die gewünschten Inhalte grob aufgeteilt werden. Nimmt man die einzelnen Blätter später zur Hand ist die Aufteilung der Inhalte einfach zu erkennen.

Broschüre_Scribble_Seitenzahlen

Abb.: Scribble einer Broschüre (Seitenzahlen)

Scribble_Broschüre_Inhalte

Abb.: Scribble einer Broschüre (Inhalte)

Beispiel für eine Broschüre mit 12 Einzelseiten (3 DIN A4-Seiten gefaltet)

Seite in Word Blatt ausgedruckt Inhalt Broschüre links Inhalt Broschüre rechts
Seite 1 Blatt 1: Vorderseite Rückseite der Broschüre Deckblatt der Broschüre
Seite 2 Blatt 1: Rückseite Seite 2 der Broschüre Seite 11 der Broschüre
Seite 3 Blatt 2: Vorderseite Seite 10 der Broschüre Seite 3 der Broschüre
Seite 4 Blatt 2: Rückseite Seite 4 der Broschüre Seite 9 der Broschüre
Seite 5 Blatt 3: Vorderseite Seite 8 der Broschüre Seite 5 der Broschüre
Seite 6 Blatt 3: Rückseite Seite 6 der Broschüre Seite 7 der Broschüre

Seitenlayout und Tabellenformatierung in Word festlegen

Für ein ausgeglichenes Seitenlayout bekommen die Ränder links und rechts den gleichen Abstand. Der Rand oben und unten ist frei wählbar. Die Seitenausrichtung sollte Querformat sein.

Um die Inhalte der Broschüre zu verteilen stehen mehrere Optionen in Word zur Verfügung:

  • Spalten
  • Textfelder
  • Tabellen

Persönliche Erfahrungen zeigen, dass sich die vielfältigen Formatierungsmöglichkeiten von Tabellen am besten für die Dokumentgestaltung eignen.

Broschüre_Gerüst

Abb.: Beispiel für ein Grundgerüst einer Broschüre

Vorteile bei der Verwendung von Formatvorlagen in längeren Dokumenten

  • Gewährleistung einheitlicher Zeichenformatierung
  • Schnelle Formatierung von Überschriften, Hervorhebungen, etc.
  • Individuelle Zusammenstellung der Formatvorlagen möglich (Formatvorlagen ändern: Stil-Set, Farben, Schriftarten)
  • Schnelles Anpassung einer vorhandenen Formatvorlage möglich (Rechtsklick auf die Formatvorlage – „Ändern“ – gewünschte Einstellungen vornehmen)
  • Änderungen der Formatvorlage werden automatisch für das gesamte Dokument übernommen

Inhalte einfügen, doppelseitig ausdrucken und Broschüre fertig stellen

Kopierte Inhalte sollten stets als unformatierter Text eingefügt werden, damit keine unerwünschten Formatierungen übertragen werden.

Möglichkeit 1

Shortcut: [Strg] + [Alt] + [V] – Inhalte einfügen als: unformatierten Text

Möglichkeit 2

Einfügeoptionen – Nur den Text übernehmen (T)

Die Inhalte müssen so eingefügt werden, dass die Vorder- und Rückseite der gedruckten DIN A4-Seiten zusammenpassen. Das Scribble bietet sich dazu als Hilfestellung an.

Bitte die Anleitung des Druckers für einen doppelseitigen Druck beachten oder einen Probedruck machen, damit die gedruckten Seiten zueinander passen.

Es empfiehlt sich zuerst alle ungeraden Seitenzahlen zu drucken. Diese Blätter müssen korrekt angeordnet in den Drucker eingelegt werden. Nun werden die geraden Seitenzahlen gedruckt.

Broschüre_Druck

Abb.: Fertiger doppelseitiger Ausdruck der Broschüre

Anschließend alle Bögen sauber falten und in der richtigen Reihenfolge tackern (mit einem Langarmhefter). Für einen einheitlichen Abstand der Heftklammern kann eine Markierung gemacht werden.

Broschüre_Finish

Um der Projektmappe ein besonderes und ausgefallenes Aussehen zu verleihen, gestalte in einem Textverarbeitungsprogramm (z. B. Microsoft Word 2010) mit Formen, Farben und Schriften ein individuelles Design. Dabei sind dir kaum Grenzen gesetzt. Halte dich lediglich an allgemein gültige Gestaltungsprinzipien, damit die Prüfer keinen Schock bekommen!

Sehr professionell sieht deine Mappe aus, wenn du für alle Seiten ein einheitliches Design verwendest, also z. B. die gleichen Farben und Formen evtl. in unterschiedlichen Größen. Auch Firmen achten auf Einheitlichkeit. Hierbei spricht man vom sog. „Corporate Design“.

Hier ein Beispiel für ein einheitliches Design einer Projektmappe:

Wiederkehrende Form = Das Quadrat

Farben = Formatvorlagen-Farben (Hyperion)

Schriften = Impact und Cooper Black

Das Deckblatt

Das Inhaltsverzeichnis

Die einzelnen Registerblätter für die Abtrennung der Themen

In der Kopf- und Fußzeile deines Word-Dokuments, in dem du die restlichen Inhalte für das Projekt aufführst, kannst du die Formen oder Farben erneut verkleinert wiederholen.

Für die Perfektion: Die Gestaltung deiner Projekt-Präsentation passend zur Mappe wählen!

Nicht jeder hat die Möglichkeit oder ausreichende Kenntnisse um in einem professionellen Gestaltungsprogramm ein eigenes Logo zu gestalten. Dabei ist ein individuelles Logo das perfekte Wiedererkennungsmerkmal für Printprodukte oder Präsentationen  wie z. B. Visitenkarten, Bewerbungen oder Projektmappen in der Projektprüfung.

Mit den wichtigsten Grundkenntnissen der Formatierung in Microsoft Word ist es möglich eine kleine Grafik zu erstellen.

Die einzelnen Schritte:

  1. Überlege dir zuerst die grundlegende Form und die Inhalte deines gewünschten Logos (z. B. ein Sechseck und deine Initialen)
  2. Form einfügen über: Register „Einfügen“ (die Form sollte relativ groß eingefügt werden um eine gute Bildqualität zu gewährleisten)
  3. Form beliebig formatieren
  4. Textfeld einfügen, Initialen eintragen und beliebig formatieren (Rahmenlinie und Hintergrundfarbe des Textfeldes können ausgeblendet werden)
  5. Form und Textfeld wie gewünscht ausrichten und beide Elemente kopieren
  6. Über den Befehl „Inhalte einfügen“ (Strg + Alt + V) können die Elemente als Bild (erweiterte Metadatei) eingefügt werden
  7. Gewünschte Grafikgröße des Logos festlegen

Word-Vorlagen

Zeitersparnis durch Word-Vorlagen bei der Gestaltung von einheitlichen Word-Dokumenten.

Für ein einheitliches Design in deinen Word-Dokumenten kannst du dir zuerst eine eigene Dokumentgestaltung mit Kopf- und Fußzeilen, Tabellen, Formatvorlagen, automatischen Feldern, etc. überlegen. Das fertige Design wird dann als Dateityp „Word-Vorlage“ – also mit der Dateiendung *.dotx – abgespeichert.

Abb.: Ausschnitt eines Screenshots von MS Word 2007

Sobald du diese Word-Vorlage z. B. mit einem Doppelklick öffnest, sind alle deine gewünschten Einstellung vorhanden. Allerdings kann es dir nicht passieren, dass du dein Design aus Versehen überschreibst, da solche Vorlagen bei einem normalen Doppelklick immer als ungespeichertes „Dokument1“ geöffnet werden. Erst wenn du z. B. mit einem Rechtsklick auf die Datei auf „Öffnen“ klickst, kannst du alle Einstellungen in der Vorlage verändern und überspeichern.